Newsletter Juli 2017

Sommerstauden für die Sonne
Stauden bringen Farbe, Leben und Vielfalt in Ihren Garten wie es keine andere Pflanzenkategorie vermag, denn Jahr für Jahr entwickeln sie sich aus unterirdischen Knospen wieder komplett neu! Wie schon Staudenpapst Karl Foerster blumig formulierte: „Das Wunder des Werdens von Pflanze und Blüte kommt uns durch die ganze kraftvolle Art des Entstehens aus dunkler Erde tief zum Bewusstsein.“

Aber was sind eigentlich Stauden? Stauden sind krautige, mehrjährige Pflanzen, deren oberirdische Teile im Gegensatz zu Bäumen oder Sträuchern nicht oder nur sehr wenig verholzen und in der Regel nach der Vegetationsperiode ganz oder fast ganz absterben und dann von uns Gärtnern zurückgeschnitten werden. Im Frühling treiben Stauden wieder kraftvoll neu aus, manche von ihnen verlässlich über viele Jahre oder gar Jahrzehnte. Deshalb wollen wir Ihnen einige Lieblings-Sommerstauden, die alle auch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge magisch anziehen, näher vorstellen. 
Lavendel Den Anfang macht Lavendel (Lavandula), der eigentlich gar keine echte Staude ist, sondern ein sogenannter Halbstrauch, weil er im unteren Teil verholzt. In der Gartengestaltung wird Lavendel aber wie eine Staude eingesetzt, und ist vor allem in mediterranen Gärten eine aromatisch duftende Lieblingspflanze, die es in verschiedenen Höhen und Farben gibt. Da Lavendel aus der Mittelmeerregion stammt, mag er es vollsonnig und eine gut wasserdurchlässige, magere Erde – vor allem im Winter hasst Lavendel „nasse Füße“. Deshalb ist er zwar ein schöner, aber kein idealer Rosenbegleiter, da Rosen es ganz im Gegenteil gerne humos, nährstoffreich und nicht zu trocken haben. Wenn Ihr Gartenboden eher schwer und lehmig ist, dann mischen Sie beim Pflanzen von Lavendel Sand oderSplitt mit in die Erde.
Damit die Pflanzen kompakt bleiben und wenig verholzen, sollten Sie Ihren Lavendel im Frühjahr kräftig und nach der Blüte im Sommer noch einmal nicht ganz so stark zurückschneiden.
Weiß, rosa, hellblau oder kräftig blau blüht der Zier- oder Steppensalbei (Salvia nemorosa). Er setzt kräftige vertikale Akzente im vollsonnigen Staudenbeet. Mit einer Höhe von 30 bis 60 cm passt Ziersalbei in jeden Kübel oder jedes Beet und kommt besonders in Gruppen von mehreren Pflanzen schön zur Geltung. Er ist sehr gut winterhart und blüht im Juni/Juli zum ersten Mal, nach einem kräftigen Rückschnitt bis fast auf Bodenniveau nach der Blüte (und idealerweise einer Düngergabe) ein zweites Mal im September. Da Ziersalbei auch auf lehmigeren Böden gut zurechtkommt und mehr Feuchtigkeit braucht als Lavendel, eignet er sich besser als schöner Rosenbegleiter.
Salbei
Mädchenauge Ein Dauerblüher im Staudenbeet ist auch das Nadelblättrige Mädchenauge (Coreopsis verticillata) mit einer Blühdauer von Juni bis September! Dabei ist das filigrane, nadelartige Laub auch vor und nach der Blüte noch ein attraktiver Blickfang, vor allem in Kombination mit großblättrigen Stauden wie etwa Purpurglöckchen. In manchen Jahren zeigt das Laub des Mädchenauges sogar noch eine sehr schöne gelbe Herbstfärbung. Die Blüten reichen von blass- bis kräftiggelb und leuchten sommerlich. Das Mädchenauge bildet ein unterirdisches Geflecht aus Wurzeln und Ausläufern und so können sich mit der Zeit ansehnliche Bestände entwickeln, die Sie durch Abstechen an den Rändern aber sehr leicht kontrollieren können. Ansonsten ist das Mädchenauge total pflegeleicht und muss nur im zeitigen Frühjahr einmal zurückgeschnitten und gerne auch gedüngt werden.
Wer seinen Garten bienenfreundlich gestalten möchte, der muss unbedingt Bergminze oder auch Steinquendel (Calamintha nepeta Triumphator’) pflanzen. Die langanhaltend (Juli bis September oder Oktober) ganz zartviolett, fast weiß blühenden Stauden bilden duftige Blütenschleier über glänzendem Laub, verströmen einen intensiven Duft und locken viele Insekten an, wie uns ein bienenzüchtender Kunde erst neulich wieder bestätigt hat. Bergminze liebt volle Sonne, verträgt aber auch Halbschatten und erweist sich besonders auf trockeneren und nicht zu nährstoffreichen Böden als pflegeleichte Staude. Achtung: Wenn Selbstaussaat nicht erwünscht ist, bitte nur die Sorte Triumphator’ pflanzen, denn hier sind die Blüten steril. Durch kurze Ausläufer bildet Bergminze dichte Polster, das Laub duftet intensiv nach Minze und kann auch als Lebensmittel verwendet werden. Auch im Kübel, zwischen Steinen und auf Mauerkronen ist die Bergminze eine Augenweide.
Minze
Witwenblume Und last but not least brechen wir hier noch eine Lanze für die Witwenblume (Scabiosa), die mit ihren knopfartigen, großen Blüten auf langen Stängeln quasi über Ihrem Staudenbeet tanzen und eine heitere Leichtigkeit vermitteln. Die meist blau oder weiß und den ganzen Sommer lang (Juni bis September) nachblühenden Witwenblumen fühlen sich an sonnigen und durchlässigen, aber nicht zu trockenen Standorten am wohlsten. Die meisten Arten ziehen über den Winter nicht komplett ein und freuen sich deshalb über eine kleine Laubdecke als Winterschutz.
Nun bleibt Ihnen die Qual der Wahl, denn das ist natürlich nur eine ganz kleine und sehr subjektive Auswahl an Sommerstauden. In unserem sehr gut sortierten Staudenhaus finden Sie natürlich noch viel, viel mehr! Wir beraten Sie gerne und freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Team der Baumschule Popp
  

Baumschule Michael Popp
Inh. Reinhold Popp
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Fotos: Beumelburg und Fotodatenbank Günter Diekmann

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