Newsletter September 2017

Ihr perfekter Apfelbaum
Einen Baum zu pflanzen, ist immer eine schwierige Entscheidung, denn ein Baum soll uns im Garten über viele Jahre begleiten. Oft gibt es in den heute tendenziell kleiner werdenden Gärten nur Platz für einen schönen Hausbaum, und da der Trend ungebrochen zum gesunden Obst aus eigenem Anbau geht, steht bei vielen Menschen nach wie vor ein Apfelbaum ganz oben auf der Wunschliste – aber wie den richtigen Baum aus dem großen Angebot herausfinden?

Dazu müssen Sie sich ein paar Fragen beantworten, und zwar zunächst die nach der gewünschten Geschmacksrichtung. Mögen Sie es lieber fruchtig-süß oder eher säuerlich-herb? Und da es zwischen diesen beiden Polen eine Vielzahl von feinen Abstufungen geht, ist es am einfachsten, wenn Sie die einzelnen Sorten verkosten. Das geht am besten im Herbst zur Apfelreife, wenn Obstverkostungen angeboten werden – bei uns in Puschendorf etwa bei unseren Obsttagen am 16. und 17. September unter dem Motto „Treffpunkt Baumschule – schauen wo’s wächst“ .

Kerstin Bethke
Kerstin Bethke
Der Lieblingsapfel unserer Obstexpertin Kerstin Bethke ist die rotwangige Sorte 'Topaz’: „Der ist weder zu süß noch zu sauer, schmeckt einfach richtig lecker, ist fest und hat enorm viel Saft. 'Topaz’ ist mein Lieblingsapfel, weil man alles mit ihm machen kann – mosten, backen, lagern bis Januar. Und dabei ist er einer unserer robustesten und gesündesten Apfelbäume, bei dem fast nie Krankheiten auftreten. Ein Alleskönner!“ Apfel
'Topaz'


Wollen Sie Ihre Äpfel gleich nach der Ernte essen oder wollen Sie einen guten Lagerapfel, den Sie auch im Winter noch genießen können? Oder wollen Sie Ihre Äpfel mosten und als Saft genießen? Die ersten Äpfel reifen schon im August und schmecken direkt vom Baum sehr gut, werden aber oft schnell mehlig. Während späte Sorten ihre Genussreife erst Wochen oder Monate nach der Ernte erreichen.

Eine ganz entscheidende Frage ist die nach der Endgröße des Baumes – wie hoch und breit darf er werden? Dies hängt vor allem von der sogenannten Unterlage ab, auf die eine Apfelsorte veredelt wird. Wir unterscheiden drei Größen: Zunächst den mit 2,5-3 m Höhe und Breite klein und kompakt bleibenden Buschbaum, der recht schnell die ersten Früchte ansetzt und leicht zu schneiden und abzuernten ist, da die Krone bereits ca. 60 cm über dem Boden beginnt. Die Zwischengröße ist der sogenannte Halbstamm, der in der Regel etwa ein Stammhöhe von 1,2 m hat bevor die Krone beginnt. Apfelhalbstämme werden in der Regel etwa 5 Meter hoch und breit.
Frau Köger
Ulrike Kröger
Unsere Verkaufsleiterin Ulrike Kröger schwört auf den wenig schorfanfälligen Winterapfel 'Roter Boskoop’: „Der hat eine angenehme Säure und ist aufgrund seines niedrigen Allergengehaltes der perfekte Apfel für Allergiker. Außerdem ist er ein super Back- oder Bratapfel und man kann sehr leckeres Apfelmus aus ihm kochen. Und auch der aus dem 'Roten Boskoop’ gepresste Apfelsaft ist besonders aromatisch!“
Apfel
'Roter Boskoop'

Geht es um einen gestalterischen Aspekt und wollen Sie deshalb einen imposanten Hausbaum, unter dessen Blätterdach Sie laufen oder in dessen Schatten Sie einen Liegestuhl aufstellen können, dann wählen Sie als dritte Größe einen 6-8 m erreichenden Hochstamm - hier werden Sie zum Schnitt und zur Ernte allerdings zur Leiter greifen müssen. Eine Sonderform für ganz wenig Platz im Garten oder für den Kübel auf Balkon oder Terrasse sind Säulenäpfel – auch hier gibt es eine schöne Auswahl.

Dass sich der Baum für unser fränkisches Klima eignen muss, versteht sich eigentlich von selbst, deshalb ist es selten eine gute Idee, einen Baum beim Discounter um die Ecke mitzunehmen, von dem man nicht weiß, wo er herkommt. Alle unsere Bäume überwintern bei uns und alle Sorten haben ihre Robustheit und ihren Gartenwert unter Beweis gestellt.
Reinhold Popp
Reinhold Popp
Unser Chef Reinhold Popp liebt 'Kaiser Wilhelm’, eine alte Apfelsorte, die dem Kaiser so gut schmeckte, dass dieser huldvoll die Verwendung seines Namens für „diesen wahrhaft majestätischen Apfel“ genehmigte. Reinhold Popp: 'Der Kaiser Wilhelm’ hat für mich von allen Äpfeln den besten Geschmack - nicht zu süß und mit ausgewogener Säure, also ein toller Tafelapfel. Aber auch zum Mosten ist er sehr gut geeignet – ein idealer Kandidat für Streuobstwiesen, da er auch windige Lagen gut toleriert.“  Apfel
'Kaiser Wilhelm'
Und noch ein Hinweis zum Schluss: Apfelbäume sind nicht selbstfruchtbar, sondern brauchen in Bienenflugweite einen geeigneten Befruchter. In gewachsenen Wohnsiedlungen steht in der Regel solch ein Exemplar in der Nachbarschaft, aber wenn Sie abseits wohnen, dann sollten Sie - sofern der Platz ausreicht - gleich einen zweiten Apfelbaum pflanzen, der als Pollenspender für Ihren Baum gut geeignet ist. Oder Sie verwenden als Befruchtersorte einen Zierapfel, z. B. die Sorte 'Golden Hornet’.

So, nun steht der richtigen Auswahl Ihres perfekten Apfelbaumes eigentlich nichts mehr im Weg. Wir beraten Sie gerne, natürlich nicht nur zum Thema Äpfel, sondern auch zu allen anderen Obstsorten. Nutzen Sie unser Angebot „Treffpunkt Baumschule – schauen wo’s wächst“ am Samstag, den 16.9., von 8.00 bis 16.00 Uhr und am verkaufsoffenen Sonntag, den 17.9., von 13.00 bis 18.00 Uhr, wo Sie genussreife Äpfel verkosten, die Top-Ten-Obstsorten der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim kennenlernen und sich rund ums Thema Obst informieren können.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihr Team der Baumschule Popp

Baumschule Michael Popp
Inh. Reinhold Popp
Fliederweg 11 - 90617 Puschendorf - Telefon: 0 91 01 / 21 21 - eMail: info@baumschule-popp.de
Internet:
www.baumschule-popp.de - Umsatzsteuer: DE 225883041
Fotos Äpfel: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
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